Montag, 25. Mai 2015

Zwischendurch

Eigentlich habe ich heute Abend ja meine Kampagne, aber die musste ich leider absagen. Die Portion kreativen Spaß musste ich mir dann bei meiner Familie holen. Es gab kein Rollenspiel, aber aufgebohrtes - fantasievolles - Brettspiel.

Meine Jungs sind für Descent und Doom einfach noch zu jung - und die Spiele schimmeln im Schrank so vor sich hin. Statt dessen gibt es bei uns alle möglichen (und auch unmöglichen) Familienspiele für Zwischendurch. Dazu gehört auch Pachisi, der Vater von "Mensch ärgere Dich nicht".

Weil die Laune der Kinder eingangs nicht nach einem gemeinschaftlichem Spiel aussah, habe ich das ganze kurzerhand aufgebohrt. Statt der üblichen einfarbigen Spielfiguren gab es Helden aus Lego und die familieneigenen Hausregeln wurden durch Laserschwert und Speeder ergänzt.

Hier ein kurzer Überblick über die angewandten Regeln (zum Nachmachen):

  • Jeder Spieler übernimmt ein spezielles Team. Bei uns waren das "Imperium", "Droiden" und "Rebellen".
  • Gewürfelt wird mit einem W12. Man zieht die Augenzahl (sagt man das auch bei einem W12?) normal auf dem Spielfeld vorwärts.
  • Bei einer 1 oder 12 geschehen besondere Dinge:
    • Man darf eine neue Spielfigur ins Spiel bringen (so man noch welche in der Basis hat).
    • Man darf einer im Spiel befindlichen Figur den Speeder geben, so dieses noch nicht im Spiel war.
    • Man darf einer im Spiel befindlichen Figur das Lichtschwert geben.
    • Man darf erneut würfeln.
  • Speeder: Der Speeder wird durch eine 1 oder 12 ins Spiel gebracht. Danach kann man nur am Ende seiner Bewegung auf den Speeder treffen und ihn nutzen. Erhält man den Speeder, darf man sich um W20 Felder fortbewegen. Am Ende dieser Bewegung verbleibt der Speeder auf dem Feld, das man mit dem W20 erreicht hat. Fällt bei der Nutzung des Speeder eine 1 oder 12 gelten die üblichen Regeln. Wird der Speeder durch eine Figur genutzt, die sich eigentlich nur mit einem W6 fortbewegen darf (siehe unten), darf man sich mit dem Speeder nur W12 Felder weit bewegen.
  • Lichtschwert: Eine Spielfigur, die das Lichtschwert trägt, kann nicht durch andere Figuren rausgeworfen werden - stattdessen würde sie die Figur rauswerfen, die auf das gleiche Feld zieht. Ebenso kann die Figur mit dem Lichtschwert alle Figuren, an denen sie vorbei zieht rauswerfen - nicht nur jene, auf dessen Feld sie am Ende landet. Ziehen andere Spielfiguren am Lichtschwertträger vorbei, passiert nichts besonderes. Die Figur mit dem Lichtschwert und auch alle anderen Figuren des gleichen Spielers können sich nur mit W6 fortbewegen, bis sie das Lichtschwert nach einer 1 oder 12 eines anderen Spielers abgeben müssen. Trifft eine Figur auf den Speeder, während sie eigentlich nur W6 Felder weit ziehen darf, darf sie sich mit dem Speeder W12 anstatt W20 Felder weit bewegen. Ist diese Figur der Lichtschwertträger selber, ist sie weiterhin in der Lage, alle Figuren, an denen sie vorbei zieht, aus dem Spiel zu befördern.
Kleiner Tipp am Rande: Die Figuren (von den Astromechdroiden einmal abgesehen) fallen leicht um, wenn jemand gegen Brett oder Tisch kommt. Am besten stellt man die Figuren deshalb auf eine kleine Lego-Platte (2x2 ist knapp, besser 2x3 oder 2x4).

Die Kinder waren mit Feuer und Flamme dabei und ich freue mich schon, das mal in größerer Runde zu testen. Meine Frau hat das Spielbrett dereinst gefertigt und die Rückseite mit einer Version für bis zu 6 Spieler versehen. So viele Lego-Fraktionen kriegen wir schon hin.

Nachtrag (26.05.2015): Ehre wem Ehre gebührt. Das Spielbrett hat nicht meine Frau, sondern meine Schwiegermutter gefertigt. Entschuldige!



Kommentare:

  1. Ohh, da eignen sich Lego-Minis bestimmt auch hervorragend für, vor allem mit der 2*4-Präsentationsplatte.

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    1. Oha... Was ist denn eine 2*4 Präsentationsplatte? Ist das etwas spezielles? Wenn unsere Jungs das nächste Mal mit ihren Nachfüllbechern im Lego-Laden sind, müssen wir mal sehen, ob und wo es die gibt!

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